kreativ-pause
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carsten pape

ISBN 978-3-938297-59-9
144 seiten, paperback, 1 s/w. foto
format 12 x 19 cm
EUR 12,80

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jacques niebaum, der vor 20 jahren ein richtiger popstar war, ist am ende. er verliert sein letztes engagement in einem kleinen hamburger club, dem „LOGO“ und zu allem überfluss auch noch seine wohnung. sein einziger besitz besteht aus seiner gitarre und einem koffer voller cds. er versucht sein glück in der fußgängerzone, aber auch dort hat er keinen erfolg. im gegenteil: er wird einfach weggejagt. verzweifelt setzt er sich in einen hauseingang an der alster und betrinkt sich. zu alt für das musikgeschäft und zu etwas anderem sowieso nicht zu gebrauchen. doch zum ersten mal seit langer zeit hat er wieder etwas glück und eine frau mit namen helen schuchhardt, die im immobilien geschäft tätig ist, liest ihn in diesem hauseingang auf und nimmt ihn mit zu sich nach hause. am nächsten morgen beim frühstück stellt sie ihm die entscheidende frage: „willst du wieder ein popstar werden?“ natürlich weiß er, dass das unmöglich ist, dennoch beantwortet er ihr diese frage mit den worten: „ja, das wäre ich gern wieder.“ es beginnt eine geschichte, die er sich in seinen kühnsten träumen nicht vorstellen konnte.

Aber so endet sie auch.

Rezension

Habe gelesen: „Kreativ-Pause“ von Carsten Pape


Ich dachte, meine Krimilesephase wäre mit Carsten Papes Buch „Kreativ-Pause“ unterbrochen, aber ich stellte fest, dass ich wieder einen Krimi in der Hand hielt – jedenfalls war es genau so spannend, obwohl es – zumindest am Anfang - keinen Mord gab.

Die Kapitel über den rasanten Aufstieg und das furiose Comeback des Helden habe ich ohne Pause verschlungen. Immer wieder laut lachen musste ich über die unschwer zu ratenden, „neuen“ Namen bekannter Leute aus der Szene, wie z.B. „Robert Grotwalk“, „Helmut Gwilnich“ oder am allerbesten die „Geklonten Dosen“!!

Mehrere Ereignisse – wie z.B. die Entführung der Familie des Programmchefs von Radio Hamburg und davor die Schlägerei, wo Hans (der übrigens fließend italienisch spricht) seine Pflichten als Bodyguard unter Beweis stellt – weisen auf „Mafia-Methoden“ hin. Aber man erwartet etwas anderes – denn das wäre ja zu einfach. Dass der Sänger Ralph Chorus bei einem Autounfall ums Leben kommt, kann auch ein Zufall sein. Hier hofft man noch, dass der Erfolg ausschließlich Helen – und ihren vielen guten Beziehungen aus der Immobilienbranche – zu verdanken ist. Insgeheim hofft man (als Frau) natürlich auch, dass der Held am Ende Helen heiratet!!

Der Song „Heut ist mein Tag“ ist ja schön - also, warum sollte der Erfolg nicht auch durch harte Arbeit, gute strategische Planung, ein wenig Glück und die Begegnung mit einer tollen Frau, die ja bekanntlich auch großen Einfluss auf das äußere Erscheinungsbild eines Mannes hat, möglich sein? Jedenfalls war ich ziemlich enttäuscht über die angekündigte „riesige Pointe“ am Ende. Na – ja, Krimileser merken sich immer kleine Details, die am Anfang beiläufig erwähnt werden. Das ist bei Elisabeth George nicht anders. Es bleibt aber das Gefühl der Ungewissheit, ob so etwas auch in Deutschland wirklich stattgefunden hat. Und um welchen Künstler geht es dann hier? Die Parallele zu Amerika – sprich Frank Sinatra – ist leichter zu erkennen.

Gut gefallen hat mir aber die Schreibweise von Carsten Pape – leicht, unterhaltsam und spannend aufgebaut. Am schönsten sind die Zitate berühmter usiker/Komponisten – zum Sammeln empfohlen. Daher eine Bitte an Carsten Pape mit „seinem“ Zitat von Ludwig von Beethoven: „Bach sollte nicht Bach heißen, sondern Meer“. Soll heißen: Freue mich schon auf das nächste Buch!


Inge Jensen-Dimitriadis
Börnsen
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